Lesetipps

Lesen – ein gutes Buch verschlingen, gefesselt sein, gebannt und es nicht mehr zur Seite legen wollen? Kennen Sie das? Wollen wir das nicht auch unseren Kindern näher bringen? Ja, denn….

Lesen vergrößert den Wortschatz, befähigt komplexe Texte zu verstehen und stärkt die Auffassungsgabe, das Wesentliche schneller und besser zu erfassen. Lesen prägt immer noch entscheidend die sprachliche, intellektuelle und emotionale Entwicklung des Kindes. Die Rahmenbedingungen für das Lesen sind durch die Veränderung der Medienmärkte und eine damit einhergehende, veränderte Mediennutzung anders geworden.

Die Stadtbibliothek geht auf diese Veränderung ein und bietet neben einem gut sortierten Medienpool ein einmaliges und nachhaltiges Leseförderungsprogramm für Kinder und Jugendliche von 0-14 Jahren.

Wir laden Sie und Ihre Kinder ein, schöne, gruselige und spannende Bücher zum Lesen auszuleihen.

Leseförderung für die Kleinsten
Leseförderung für die Kleinsten

Leselust - Spaß für das Lesen wecken

Fünf Punkte für einen guten Start ins Lese-Leben:

  • Leseatmosphäre schaffen: Telefon, Handy, Fernseher ausschalten, einen gemütlichen Ort aufsuchen, ganz eng aneinander kuscheln
  • Sich Zeit nehmen. Eine feste Uhrzeit planen, z. B. vor dem zu Bett gehen
  • Bücher in ein ganz besonders schönes Regal im Kinderzimmer stellen
  • Lese-Vorbild sein
  • Begeisterung für das Kinderbuch zeigen, das Buch wertschätzen

 

Baby: Schon die ganz Kleinen entdecken das Buch in Form von Fühl- oder Knisterbüchern.

  Unser Tipp: Ein Stoffbilderbuch mit weichen Knisterseiten für den Wickeltisch.

1. Jahr: Kleine Bücher mit dicken Seiten können schon von den Kindern ganz alleine durchgeblättert werden. Auf jeder Seite ist ein Alltagsgegenstand groß abgebildet.

  Unser Tipp: Reale Gegenstände daneben legen, wie z. B. den Teddy, das Spielzeugauto, den Apfel.
2. Jahr: Kurze Geschichten sind jetzt spannend und die Kinder können bereits gut zuhören.

  Unser Tipp: Bilder aus dem Bilderbuch gemeinsam anschauen und die Handlung auch mal selbst erzählen.
3. Jahr: Das Vorlesen ist wichtig. Bücher können das Sprechenlernen positiv unterstützen.

  Unser Tipp: Vorlesen als festes Abendritual einplanen.
4. Jahr: Die Geschichten aus dem Buch nehmen Bezug auf das eigene Leben des Kindes. Themen über Gefühle, wie Wut oder Freude, Wünsche und Interesse werden von den Kindern fasziniert aufgenommen.

  Unser Tipp: Mit dem Kind in die Stadtbibliothek gehen und es Bilderbücher aussuchen lassen.
5. bis 6. Jahr: Kindergartenkinder spielen innerhalb der Gruppe und erzählen zu Hause, was sie alles erlebt haben. Kurze Geschichten über Indianer, Dinosaurier, Prinzessinnen oder Pferde können jetzt vorgelesen werden.

  Unser Tipp: Zum Thema passende Sachbücher ausleihen.
7. Jahr: Das Lesen lernen beginnt. Der schwierige Anfang kann durch spezielle Erstlesebücher erleichtert werden.
 
  Unser Tipp: Gemeinsam das Lesen mit dem Kind üben. Das Vorlesen ist jetzt immer noch wichtig.
8. bis 9. Jahr: Das Lesen wird immer sicherer, auch schon etwas schwierige Texte werden fehlerfrei gelesen und verstanden.

  Unser Tipp: Regelmäßiger Besuch in der Stadtbibliothek, um den Lesehunger zu stillen. Gespräche über die Bücher werden immer wichtiger.

10. Jahr: Neben Büchern rücken andere Medien wie Konsolenspiele in den Vordergrund. Kinder leihen sich selbstständig ihre Bücher aus.

  Unser Tipp: Als Eltern Bücher wertschätzen und den Kindern als Vorbild dienen. Das Medienverhalten der Kinder nachhaltig prägen.

 

Lesefrust - Kinder, die keine Freude an Büchern haben

Die Gründe, warum manche Kinder keine Bücher lesen wollen, sind so unterschiedlich, wie jedes Kind auch individuell ist.
Paul sitzt viel am Computer und hat kein Interesse an Bücher, Lina möchte nur Comics lesen und Tim will gar nicht lesen, sondern lieber draußen mit Freunden toben.

Der Einstieg zum gedruckten Buch ist vielfältig: Es gibt inzwischen e-books zum downloaden, Lernspiele über den PC, Comicromane, Bücher mit einfacher Sprache und gut aufbereitete Kinder- und Jugendsachbücher zu bestimmten Themen.
Das Angebot ist reichhaltig und kann in der Stadtbibliothek eingesehen und ausgeliehen werden.

Wir nehmen uns Zeit für ein Beratungsgespräch, gehen auf die Wünsche ihres Kindes ein und suchen gemeinsam ein passendes Buch aus.